| Wann ein Unternehmen die Auswirkungen konkret zu spüren bekommt, hängt von der individuellen Situation ab. Dies wird in einigen Unternehmen schon in wenigen Jahren der Fall sein, in anderen erst in zehn bis 15 Jahren. Da sich aber die meisten Maßnahmen (siehe Frage 3) gegen den demografischen Wandel ebenfalls erst langfristig auswirken, müssen diese Maßnahmen jetzt eingeleitet werden, damit sie dann wirken können, wenn die Auswirkungen beginnen gravierend zu werden. Anders gesagt: Wer jetzt erst anfängt, ist möglicherweise schon zu spät dran, aber sicher nicht zu früh!
Wer (erst) in fünf Jahren einen Mangel an Ingenieuren auf dem Arbeitsmarkt erwartet und heute bereits ein relativ hohes Durchschnittsalter in dieser Qualifikation hat, hätte besser bereits vor fünf Jahren mit der Entwicklung von Recruiting-Strategien sowie der Umsetzung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen begonnen!
Zur Absenkung der Vorruhestandskosten bietet sich der Aufbau von Zeitwertkonten an. Bis diese jedoch durch das Einbringen von Entgeltbestandteilen, Arbeitszeiten und Verzinsung substanziell zur Vorruhestandsfinanzierung beitragen können, vergehen einige Jahre. Abb. 1 zeigt, wie sich der durchschnittliche Stand der Zeitwertkonten der jeweils 62-Jährigen in einem Beispielunternehmen über die Jahre entwickelt. Man sieht, dass sich die Konten erst nach und nach aufbauen und erst nach zehn bis 15 Jahren Werte erreicht werden, die substantielle Beiträge zum Vorruhestand gewährleisten können (dies ist ein Beispiel, die Werte können je nach Ausgangslage des Unternehmens erheblich abweichen).
Abb. 1: Entwicklung der Zeitwertkonten der jeweils 62-Jährigen (Quelle: Demografie Plus)
zurück zur Hauptseite Demografieanalyse |
|
|