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Demografieanalyse

Frage 3: Was kann man gegen die Auswirkungen der demografischen Entwicklung tun?

Der demografische Wandel ist nicht mehr zu stoppen, man kann aber sehr wohl die Auswirkungen abmildern.
 
 Auswirkung Maßnahmen 
Höhere
Krankheitskosten
  • Gesundheitsprogramme
  • Ergonomische bzw. altersgerechte Arbeitszeitmodelle
  • Vorruhestandsregelungen mit reduzierter Arbeitszeit
  • ...

Höhere Fluktuation

Höhere Recruitingkosten

  • Bessere Mitarbeiterbindung durch z.B. attraktive Vorruhestandsmodelle und Lebensarbeitszeitkonten, die eine individuelle Planung der Lebensarbeitszeit ermöglichen
  • Attraktive Vergütungssysteme
  • Neue Recruiting-Strategien
  • Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen
Höhere Vorruhestandskosten
  • Finanzierung der Altersteilzeit durch Lebensarbeitszeit- bzw. Zeitwertkonten (sieh Abb. 1)
  • Gesundheitsprogramme
Sinkende Produktivität
  • Vorruhestandsregelungen mit reduzierter Arbeitszeit
  • Ergonomische bzw. altersgerechte Arbeitszeitmodelle
  • Gesundheitsprogramme
  • ...

Ist das nicht ein Widerspruch? In einer Situation, in der qualifizierte Fachkräfte knapp werden, den vorhandenen Mitarbeitern auch noch Vorruhestandsregelungen anzubieten, damit sie früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden können?
Nein, durchaus nicht! Mit einem kostenbegrenzten Vorruhestandsmodell (z.B. mit Zeitwertkonten) ist es möglich, Mitarbeiter bei verringerter Stundenzahl noch länger zu beschäftigen, ohne diese zu überlasten. Eine Alternative wäre, alle Mitarbeiter bis zum Renteneintrittsalter die volle Stundenzahl ableisten zu lassen, was aber in vielen Tätigkeitsbereichen geringere Produktivität und höhere Fehlzeiten nach sich zieht.
Eine andere Alternative wäre die Trennung von gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeitern unter Inkaufnahme hoher Abfindungskosten. Beide Alternativen sind fast immer wesentlich teurer als abgestufte Vorruhestandsregelungen, die Elemente aus Altersteilzeit und Zeitwertkonten enthalten (siehe Abb. 1). Im Hinblick auf den zu erwartenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ist darüber hinaus zu bedenken, dass gerade die hoch qualifizierten Mitarbeiter sich zukünftig ihre Arbeitgeber und Arbeitsbedingungen zunehmend werden aussuchen können. Es wird also darauf ankommen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren, um diese Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Attraktive Lebensarbeitszeitmodelle werden deshalb zu einem wichtigen, wenn nicht unverzichtbaren Instrument, um Kapazitätsengpässe zu vermeiden. 

Entwicklung der Vorruhestandskosten im Vergleich 

 Abb. 1: Vorruhestandskosten von Altersteilzeit mit und ohne Zeitwertkonto im Vergleich (Quelle: Demografie Plus)

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Sollten Sie zu diesem Thema weitere Fragen haben, dann kontaktieren Sie uns hier oder rufen Sie uns an.

Tel. +49 89. 43737-259

   
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